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22.10.2017 Sonntag Zugübung in Hitzacker

Wasserretter der Ortsgruppe Fallingbostel üben mit weiteren Ortsgruppen des Bezirkes in Hitzacker.

Das Schleppen eines Bootes wird auf der Elbe durch das MRB Elbreiter geübt.

Das Schleppen eines Bootes wird auf der Elbe durch das MRB Elbreiter geübt.

Am Wochenende des 15. und 16. Septembers fand auf Einladung des Leiters Einsatzes der Ortsgruppe Fallingbostel und Zugführers des Wasserrettungszuges Lüneburger Heide, Jan-Hendrik Müller, ein Übungswochenende in, an und auf der Elbe im Raum Hitzacker statt. Kameradinnen und Kameraden aus den Ortsgruppen Bad Bodenteich, Dannenberg, Ebstorf, Fallingbostel, Hitzacker, Soltau und Zernien nahmen mit ihrem Einsatzgerät an dem Übungswochenende teil.

Ziel war es, die Zusammenarbeit im Wasserrettungszug zu optimieren, das Einsatzgerät der jeweils anderen Ortsgruppen kennenzulernen und Übungsszenarien abzuarbeiten, um für den Ernstfall zu trainieren.

Im Vorfeld wurden von einem Organisationsteam rund um den Zugführer diverse Szenarien und Übungen ausgearbeitet, die es an dem Wochenende abzuarbeiten galt. Dabei galt es für jede Einsatzsparte mindestens ein Übungsszenario anzubieten.

Nach der Anreise am Freitag ging es am Samstag mit einem Einsatz los: Noch bevor die ausgearbeiteten Szenarien angegangen werden konnten, wurde von der Rettungsleitstelle des Landkreises Lüchow-Dannenberg ein Hilferuf eines Haveristen an die Zugführung weitergeleitet. Kurzerhand verlegte ein Teil des Wasserrettungszuges in den Hafen des Wasser- und Schifffahrtsamtes bei Hitzacker und konnte dem Haveristen zu Hilfe eilen. Hier konnte dann auch das erste Übungsszenario, Arbeiten unter Wasser für die Taucher, durchgeführt werden. Abgesichert wurden die eingesetzten Taucher von zwei Rettungsbooten mit Sanitätern und von einem Führungstrupp koordiniert.

Der bei dieser Hilfeleistung nicht gebundene Teil des Wasserrettungszuges nutzte die Zeit, um mit den weitern zur Verfügung stehenden Rettungsbooten die nähere Umgebung um Hitzacker zu Erkunden.

Nach guten zwei Stunden war der Einsatz mit dem spontanen ersten Übungsszenario abgearbeitet und der komplette Wasserrettungszug verlegte in den weiter flussaufwärts gelegenen Hafen von Tießau.

Dort wurden nun nacheinander die vorgeplanten Übungsszenarien von den Rettern der DLRG abgearbeitet. So wurde die Rettung von gekenterten Kanubootsinsassen mittels Spineboard und Rettungsboot, das koordinierte Suchen einer vermissten Person im Wasser, eine Bootsbergung, die Schräghangrettung mittels Seiltechnik der Strömungsretter und die Absicherung von Unterwasser befindlichen Tauchern geübt.

Durch das Organisationsteam wurden bei diesen Szenarien immer wieder Mimen der Realistischen Unfall- und Notfall-Darstellung (RUND) eingebunden, die es zu betreuen oder mit verschiedensten Verletzungsmustern zu behandeln und an den Rettungsdienst zu übergeben galt.

Ein weiterer Schwerpunkt bei der Abarbeitung der Szenarien war die zuginterne Kommunikation über Funkgeräte. Auch wurde über die bewusste Herbeiführung so genannter Chaosphasen die Notwendigkeit einer funktionierenden Führungs- und Befehlsstruktur verdeutlicht.

Die Planung und Durchführung der Übungsszenarien wurde in der abschließenden Feedbackrunde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gelobt. Alle waren sich einig, dass ein zugweites Übungswochenende in den nächsten Jahren wieder stattfinden solle.

Zusätzlich erfreute es viele teilnehmenden Ortsgruppen, dass sie ihren neuen Mitgliedern in deren Einsatzgruppen die Vielfältigkeit der DLRG im Einsatzbereich aufzeigen konnten.

Unterstützt wurde die Durchführung von den Kammeradinnen und Kammeraden der DRK-Bereitschaft Hitzacker/Dannennerg, die für das leibliche Wohl sorgten sowie dem RUND-Team des Bezirks Lüneburger Heide.

Alisa Thies, Mitglied der Ortsgruppe Fallingbostel und neu im Einsatzbereich, hat sich auf ihre eigene Art und Weise Gedanken zu dem Übungswochenende gemacht und einen lyrischen Erfahrungsbericht geschrieben:

Wasser-Wellen-Wochenende

Telefonieren, organisieren und kapieren,
all das muss am Vortag schon passieren.

Tanken, Fahren, Kurverei,
nur nicht an Hitzacker vorbei.
Schlafsack, Feldbett, Extradecken,

da muss man uns schon zweimal wecken.
Essen, Trinken und Spaß am Leben,
all das kann die DLRG hergeben.
Motten, Murmeln, Mücken,
alles hat nachts seine Tücken.
Freibad, Nacht und Nebel,
nicht nur das ist edel.

Rührei, Brötchen und Leckereien,
all das darf es zum Frühstück sein.
71/77/2 oder doch 71/77/4?
Alles hat sein Revier.
Schnipp, Schnapp,
das Tau ist von der Schraube ab.
Auto, Boot oder Kanu fahren,
alles muss seine Vorgaben haben.
Funken, schwimmen, tauchen,
alles ist zu gebrauchen.
Spiel, Spaß und Toberei,
auch das ist mit dabei.

Wasser, Wellen, Wochenende,
alles hat einmal ein Ende.

(Alisa Thies)

Fotos: DLRG Bezirk Lüneburger Heide

Kategorie(n)
Einsatz, Pressemeldung

Von: Henning Fisser

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