05.03.2020 Donnerstag  Einsatztaucher gesucht!

Wir, die DLRG Ortsgruppe Fallingbostel e.V. , möchten unsere Einsatztauchgruppe um zwei Mitglieder vergrößern. Du hast bereits einen Sporttauchschein und schon einiges an Taucherfahrung gesammelt? Wir bieten dir an, dich zum Einsatztaucher auszubilden!

Fragen an Jan-Hendrik Müller, Leiter der Einsatzsparte und selbst DLRG Einsatztaucher Stufe 2:

  • Was erwartet mich als Interessenten?

Jan-Hendrik Müller: Ich will ehrlich sein, die Ausbildung ist hart! Da alles ehrenamtlich gemacht wird, also „neben allem Wichtigen“, dauert es, bis man alle Brevets und Teilausbildungen zusammen hat.
Die Einsatztaucherei ist anstrengend - physisch und auch psychisch. Den das was DLRG Einsatztaucher tun ist kein „Warmwasser-Spaß-Tauchen“. Natürlich machen wir auch das gerne, aber im Einsatz ist‘s dunkel, kalt und man ist nur durch eine Leine mit seinem Signalmann verbunden!

  • Wie muss ich mir die Ausbildung zum Einsatztaucher genau vorstellen?

Jan-Hendrik Müller: Die Ausbildung hat mehrere Stufen, angefangen wird mit dem Rettungsschwimmschein. Im Anschluss wirst du mit den speziellen Grundlagen der Einsatztaucherei vertraut gemacht. Darauf folgen die Modulausbildung zum Einsatztaucher Stufe 1 und im Anschluss zum Einsatztaucher Stufe 2. Wenn dieser Weg beschritten ist, bist du fertig ausgebildeter DLRG Einsatztaucher. Somit bist du in der Lage Menschen unter Wasser zu finden und zu retten oder Deiche bei Hochwasser zu sichern und versunkene Autos zu bergen.
Dazu kommt, dass jeder DLRG Einsatztaucher parallel auch zum Sanitäter ausgebildet wird.

  • Wie viel meiner kostbaren Zeit muss ich investieren?

Jan-Hendrik Müller: Die Ausbildung verschlingt in der Regel um die drei Jahre. In dieser Zeit werden mehrere Wochenenden für die theoretische und praktische Ausbildung draufgehen. Hier kommt es aber darauf an, wie schnell man vorankommen möchte. Ich persönlich habe in meiner Ausbildung von Mai bis Oktober fast jeden Freitag um die drei Stunden am Wasser verbracht. Dazu kamen dann einige Wochenenden, um Spezial-Brevets wie Strömungs- oder Eistauchen zu erlangen. Danach wird es dann ruhiger.

Außerdem braucht man, um seine Lizenz zu erhalten, ein Mal im Jahr eine medizinische Untersuchung, eine Unterweisung der Berufsgenossenschaft und zehn Tauchgänge unter „Einsatzbedingungen“.

  • Was muss ich denn mitbringen?

Jan-Hendrik Müller: Du bist professionell, überlegt und routiniert bei der Taucherei. Dabei behältst du auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf. Du magst es zu helfen!
Und bei Herausforderungen gibt es nur einen Satz für dich: „Ich steh auf diesen Scheiß“!

  • Warum sollte ich mir DAS denn antun?

Jan-Hendrik Müller (lacht): Ganz ehrlich: Solltest du nicht!

Es gibt nicht wirklich einen vernünftigen Grund, warum man nach einem langen Arbeitstag sein Sofa und das Netflix-Abo verlassen sollte, um bei Regen und Dunkelheit nach Draußen zu gehen. Oder warum man der Familie in jeglicher Situation den Rücken kehrt, um sich unter massiven Zeitdruck in einen - im besten Falle - nassen Neopren zu zwängen um dann mit Blaulicht zum Tauchen zu fahren. Man wird ja auch noch unweigerlich mit dem Tod konfrontiert.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass nicht wirklich viel dafürspricht, sich das alles anzutun – Bis auf einen, den wichtigsten, Grund:
Das Gefühl, das man etwas Gutes, etwas Richtiges getan hat, wenn man ins Bett geht. Und manchmal rettet man ein Leben!

Wir konnten dein Interesse wecken? Du möchtest dir das Ganze mal – vollkommen unverbindlich! – angucken? Dann schreibe uns eine E-Mail oder sprich uns direkt hier an. Wir freuen uns von dir zu hören!

einsatz@fallingbostel.dlrg.de

Kategorie(n)
Einsatz

Von: Henning Fisser

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